Akzeptanz von Entscheidungen

Erst vor kurzem habe ich mir wieder Gedanken gemacht und auch mit Menschen darüber gesprochen. Wie schafft man es eine größt mögliche Akzeptanz einer Entscheidung zu erreichen? Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach. Eines der Geheimnisse ist, dass sich alle, die mit der Entscheidung leben müssen, in den Entscheidungsfindungsprozess einbinden.

Jede Gruppe von Menschen in der man tätig ist, funktioniert meist ähnlich. Abhängig von der Größe der Gruppe ist sie in kleineren Gruppen, die sich auf Grund gemeinsamer Interessen zusammenfinden, unterteilt. Diese kleineren Gruppen können natürlich auch eine Schnittmenge an Menschen haben, das heißt ein Mensch kann sich auch zwei oder mehreren kleineren Gruppen zugehörig fühlen. Das Interessante an der Sache ist, dass Menschen unterschiedlich agieren, je nach dem zu welcher Gruppe sie sich gerade zugehörig fühlen oder welche Gruppe sie gerade vertreten. Das ist meist darauf zurückzuführen, dass der Informationsaustausch in den unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich ist und dass die Gruppen manchmal auch unterschiedliche Ziele und Arbeitsweisen haben.

Das ist für den Entscheidungsfindungsprozess und für die Akzeptanz der Entscheidung wesentlich. Ich erreiche Akzeptanz, in dem mir bewusst ist, welche Gruppe welche Ziele und Interessen hat. Wenn sich Gruppen in Verhandlungen befinden oder diskutieren, dann ist Konsens oft nur möglich, wenn man einander so weit kennt, um auch auf einander Rücksicht zu nehmen. Gleichzeitig muss man selbst als Gruppe flexibel genug sein um einen Konsens ermöglichen zu können. Im Idealfall erarbeitet man etwas, womit alle zufrieden sind oder das zumindest ein Kompromiss ist.

Oft scheitert es daran, dass man als Gruppe nicht flexibel genug ist. Das ist auch durchaus verständlich, weil eine Gruppe sich durch Arbeitsweisen, Ziele und Traditionen definiert, die nicht so einfach umzuwerfen sind. Schließlich hat man sich als Gruppe zusammengefunden, um gemeinsam aufzutreten und nicht alle zwei Tage sich selbst neu zu definieren. Das rechtfertigt aber auf keinen Fall, dass manche Gruppen von Haus aus nicht einmal mit einander reden wollen, weil sie unterschiedlich sind.

An diesem Punkt frage ich mich, wie wichtig das Individuum ist. Es hat nämlich durchaus auch Vorteile, wenn man eine Gesellschaft nicht unbedingt nur in Gruppen unterteilt. Oft ist es förderlich die einzelnen Menschen zu sehen und mit ihnen zu diskutieren. Das befreit nicht nur von Vorurteilen, die mit der Gruppenzugehörigkeit verbunden sind, sondern trägt dazu bei, dass Entscheidungen von jedem einzelnen getragen werden. Das ist zwar sehr aufwendig, aber in meinen Augen auch nachhaltig.

So viel zu meinen spätabendlichen Gedanken, was die Akzeptanz von Entscheidungen angeht.

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