Forschung und Lehre unter einen Hut bringen

Mir ist aufgefallen, dass es immer unbeliebter wird auf der TU Wien zu lehren. Die Gründe dafür sitzen offensichtlich tiefer als man denkt. Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht:

Der Verwaltungsaufwand steigt. Offensichtlich sind viele junge Forscherinnen und Forscher mit Verwaltung eingedeckt. Die Frage auf welche ich keine Antwort weiß ist, wie es zu einer Verwaltungsreform kommen kann und welchen Nutzen sie haben könnte.

All inclusive Verträge und auch andere Umstände führen dazu, dass man die Lehre in der eigenen Freizeit, meist außerhalb der vollen Woche, macht. Besonders junge Menschen stehen unter Druck und können es sich nicht leisten langsamer zu forschen, damit sie auch Zeit für die Lehre haben.

Man kriegt Lehre „aufgezwungen“. Die Lehre ist das ungeliebte Stiefkind, weil es nur wenig bis nichts zur eigenen Karriere beiträgt. Man schenkt Zeit her, was irrsinnig frustriert.

So geht sie dahin die forschungsgeleitete Lehre. Aber was läuft hier eigentlich schief? Das ist ein strukturelles Problem, aber wo setzt man an um es zu lösen? Ich habe das Gefühl, dass oft vergessen wird, dass jeder Mensch nur kurze Zeit lebt. In dieser Zeit kann man die Welt verändern, aber es wird nichts bringen, wenn man das Wissen nicht an die nächste Generation weitergibt.

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