Archiv der Kategorie: Studium

Modification of the Guidelines for Cumulative Dissertations

As you may remember the Fachschaft Doktorat published an article about the guidelines for a thesis by publication (or cumulative dissertation) in the htu_info No 03/3013 [1]. Now the guidelines have been modified (published in the bulletin of TU Wien [2]).

The modification concerns § 1 of the guidelines: Agreement on a cumulative dissertation. Effective from 1 October 2014 the cumulative dissertation has to be an agreement between the doctoral candidate and the supervisor AND has to be approved by the dean of studies. Until 30 September 2014 the cumulative dissertation was only an agreement between the doctoral candidate and the supervisor.

The most important reason for this modification is that for a lot of supervisors and the deans of studies the decision whether a dissertation is a monograph or a cumulative dissertation is a matter of quality management. The guidelines say that a cumulative dissertation should contain an least three peer­reviewed articles published in an academic journal or a book with academic lectorate. The problem is, that it depends on the research field, number of authors and the journals how many articles are considered enough for the thesis. Due to the fact that the deans of studies are responsible for the quality management of the academic sector at an university, the Vice Rector for Academic Affairs decided that they have to approve the intention to write a dissertation in the cumulative form. The decision to write the thesis as a monograph needs no approval by the dean of studies, because this has always been and still is the normal case at TU Wien.

The agreement between doctoral candidate and supervisor and the approval by the dean of studies can be an informal written agreement. There are no special forms for this. Please keep in mind that finally the dean of studies decides whether the doctoral candidate is allowed to write a cumulative dissertation or not. If you would like to write a cumulative dissertation, please reach an agreement with your supervisor and dean of studies early enough.

Bianka
Fachschaft Doktorat

Richtlinie für kumulative Dissertationen: http://www.tuwien.ac.at/dle/universitaetskanzlei/richtlinien_und_verordnungen/
[1] https://htu.at/pub/Presse/Ausgabe201303/htu_info201303web.pdf
[2] https://tiss.tuwien.ac.at/mbl/main/mbl?n=1514#p165

Advertisements

Wie wechsele ich mein Doktoratsstudium?

Nicht nur zu Beginn des Bachelorstudiums oder des Masterstudiums kann man zum Schluss kommen, dass das begonnene Studium nicht ideal für einen selbst ist. Auch im Doktoratsstudium kann das vorkommen. Im Jänner dieses Jahres habe ich das Fach meines Doktoratsstudiums gewechselt – von Maschinenbau auf Elektrotechnik. Inzwischen arbeite ich seit fast zwei Monaten am Institut für Mikroelektronik an einem für mich völlig neuen Forschungsprojekt.

Die Gründe für meinen Wechsel sind vielseitig. Die Abklärung der Erwartungshaltungen vor oder zu Beginn des Doktoratsstudiums ist in meinen Augen schwierig. Der Studienplan lässt viel offen. Somit hängt viel von dem Forschungsprojekt, an dem man arbeitet, und der Forschungsgruppe, in die man integriert wird, ab. Beispielsweise laufen Forschungsprojekte, die sehr industrienahe sind, vollkommen anders ab als Forschungsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung. Nachdem ich vorher noch nie in der Forschung tätig war, war es für mich schwer meine eigenen Stärken abzuschätzen und das dazu passende Projekt zu finden.

Ich bin sehr froh, dass ich innerhalb von einem Jahr gewusst habe, dass das Forschungsprojekt nicht zu mir passt und ich den Entschluss zum Wechsel gefasst habe. Auch wenn ich das Jahr auf der Fakultät für Maschinenbau nicht für meine jetzige Dissertation verwenden kann, so habe ich viel dabei gelernt. Aus diesem Grund ist der Wechsel keinesfalls ein Verlust. Ich kann allen, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen raten, diese zu treffen. Das Doktoratsstudium dauert mindestens drei Jahre und ist stressig genug. Man sollte also mit der eigenen Forschung zufrieden sein.

Zum Abschluss möchte noch auf ein paar Punkte, die man bei einem Wechsel des Doktoratsstudiums oder des Fachs innerhalb der TU Wien beachten sollte, hinweisen. Dabei muss zwischen unterschiedlichen Situationen unterschieden werden:

1.) Es wird nur das Forschungsprojekt gewechselt. Studium, Fach und Betreuung bleiben gleich.

In diesem Fall sollte man den Wechsel auf alle Fälle vorher mit den betreuenden Personen abgeklärt werden. Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens im Dekanatszentrum bereits abgegeben ist und sich beim Wechsel der Arbeitstitel der Dissertation geändert wird, sollte eine neue Meldung abgegeben werden.

2.) Es wird die Betreuung gewechselt. Studium und Fach bleiben gleich.

Für diese Situation setze ich voraus, dass man bereits eine neue Betreuerin oder einen neuen Betreuer gefunden hat. In diesem Fall sollte der Wechsel auf alle Fälle mit allen Betreuerinnen und Betreuer (also die aktuellen und die zukünftigen) abgeklärt sein. Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens, die Dissertationsvereinbarung und das Ansuchen um Genehmigung der wissenschaftlichen Vertiefung im Dekanatszentrum bereits abgegeben wurden, sollte auf alle Fälle mit der neuen Betreuung alles neu vereinbart, unterschrieben und im Dekanatszentrum abgegeben werden. Bei dieser Gelegenheit, sollte man im Dekanatszentrum Bescheid geben, dass man die Betreuerin oder den Betreuer gewechselt hat.

3.) Es wird die Betreuung und das Studium oder das Fach gewechselt.

Auch hier gehe ich davon aus, dass man bereits eine neue Betreuerin oder einen neuen Betreuer gefunden hat. In diesem Fall sollte man den Wechsel auch mit allen Betreuerinnen und Betreuer abklären. Man muss aber auch abklären, ob man für das neue Studium oder Fach zugelassen ist. Möglicherweise muss nochmals ein Antrag auf Zulassung in der Studien- und Prüfungsabteilung gestellt werden. Dies ist insbesondere für Absolventinnen und Absolventen von Masterstudien (oder Äquivalentes) von anderen Universitäten als der TU Wien und Fachhochschulen interessant. Bitte sich hier rechtzeitig bei der Studien- und Prüfungsabteilung zu informieren.

Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens, die Dissertationsvereinbarung und das Ansuchen um Genehmigung der wissenschaftlichen Vertiefung im Dekanatszentrum bereits abgegeben wurden, sollte auf alle Fälle mit der neuen Betreuung alles neu vereinbart, unterschrieben und im dafür verantwortlichen Dekanatszentrum abgegeben werden. Bei dieser Gelegenheit, sollte man im Dekanatszentrum, in dem man die vorige Dissertationsvereinbarung abgegeben hat, Bescheid geben, dass man die Betreuerin oder den Betreuer und das Studium oder das Fach gewechselt hat.

Ich habe jetzt sicher nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt. Ich kann allen, die vorhaben zu wechseln, raten sich auch mit der Fachschaft Doktorat in Verbindung zu setzen: fsdr@fsdr.at

Guideline for a Thesis by Publication (Cumulative Dissertation)

The guideline for theses by publication comes into effect on October 1st 2013 and is valid for all doctoral students at the Vienna University of Technology (TU Wien). It was created by the curriculum committee for the doctoral programme together with the Fachschaft Doktorat and the vice rector for academic affairs.

At the moment, dissertations at the TU Wien are usually written as a monograph, which is a work of writing on a single subject. In contrast to the thesis being arranged as a monograph, the cumulative dissertation is a collection of peer-reviewed research articles. If you decide to write your dissertation as a thesis by publication, you should keep in mind the following.

The thesis by publication is an agreement between the doctoral student and his or her supervisor or supervisors. The thesis should contain at least three peer-reviewed articles, published in an academic journal or a book with academic lectorate. The thesis has to contain an introduction and the articles. The introduction consists of a problem statement, the goals, the methodology, a summary of the articles and the academic output. In the case of co-authorship within an article, the input of the doctoral student has to be stated precisely in the introduction chapter of the thesis. If the co-authors want to use the same article as a part of their thesis by publication, the approval of the dean of studies is needed.

You can find the German version of the guideline in the bulletin (Mitteilungsblatt) – 16/2013 of the TU Wien (released on July 3rd, 2013) or on http://www.fsdr.at. For further information, talk to your supervisor, visit the Fachschaft Doktorat during our opening hours (www.fsdr.at) or write an e-mail to fsdr@fsmat.at.

Studienvertretung Doktorat an der TU Wien

Die HochschülerInnenschaftswahl (ÖH-Wahl) an der TU Wien ist nun schon längere Zeit vorbei. Die Wahlbeteiligung bei den Doktoratsstudierenden war leider wieder ernüchternd. Laut Verlautbarung der Wahlkommission haben von 1913 Wahlberechtigten 358 ihre Stimme abgegeben. Das enspricht einer Wahlbeteiligung von 18,71 %.

Bei einem der letzten Jour Fixe Doktorat (Fachschaftstreffen der Fachschaft Doktorat) haben wir uns Gedanken über die möglichen Gründe gemacht. Einer der Gründe war sicherlich die Doppelgleisigkeit, welche durch die zwei Studierendenausweise gegeben war. Während der ÖH-Wahl darf laut HochschülerInnenschaftsgesetz 1998 und die dazugehörige Wahlordnung nur mit einem gültigen Studierendenausweis gewählt werden. Es gab einerseits noch die Papierausweise und andererseits die Kartenausweise. Viele Doktoratsstudierende haben das Semesterpickerl nicht mehr zugeschickt bekommen, weil diese teilweise nicht mehr zugeschickt werden. Gleichzeitig hatten sie aber auch noch keinen Kartenausweis. Obwohl sie also vielleicht wahlberechtigt gewesen wären, durften sie dann nicht wählen.
Das ist ein Fehler, der hoffentlich bei der nächsten Wahl nicht mehr auftreten wird.

Ein zweiter Grund für eine niedrige Wahlbeteiligung könnte auch eine zu späte oder ungenügende Information gewesen sein. Für die Zukunft kann man also unseren Nachfolgerinnen und Nachfolgern nur raten, dass früher mit dem Wahlkampf begonnen wird.

Erfreulich ist es, dass es immerhin nur 22 ungültige Stimmen gab. Das enspricht 6,15 % der abgegebenen Stimmen. Außerdem ist es erfreulich, dass die gültigen Stimmen relativ gleichverteilt über die fünf Kandidierenden verteilt sind und alle 5 gewählt wurden. Alexander GRILL wurde mit 266 Stimmen, Walid HETABA wurde mit 257, Wolfgang MÜLLER wurde mit 254, Bianka ULLMANN wurde mit 286 Stimmen und Patrik ZIPS wurde mit 260 Stimmen gewählt.

Am 18. Juni 2013 wird die konstituierende Sitzung der Studienvertretung Doktorat im Rahmen oder nach dem Jour Fixe Doktorat stattfinden. Bei der konstituierenden Sitzung werden die im HochschülerInnenschaftsgesetz vorgeschriebenen Rollen, wie Vorsitz, erster stv. Vorsitz und zweiter stv. Vorsitz gewählt.

So werden Studienvertreterin, Studienvertreter und alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachschaft Doktorat ab dem 1. Juli 2013 motiviert in eine neue ÖH-Periode starten und sich für die Interessen der Doktoratsstudierenden an der TU Wien einsetzen.

Die Physik und ich, eine Liebesgeschichte

Ich kann mich noch gut erinnern, als wäre es erst gestern gewesen. Frisch nach der HTL Matura war die TU Wien 2004 meine Liebe auf den ersten Blick. Zwar hatte ich nicht unbedingt das Studium der Technischen Physik im Sinn, aber ich wusste, dass ich etwas an der TU Wien studieren würde. Im Nachhinein betrachtet war meine Entscheidung Technische Physik zu studieren die beste, die ich treffen konnte.

Meine Beziehung zur Physik begann allerdings sehr holprig und war anfangs fordernd. Der Umstieg von der HTL auf das Studium deprimierte mich in den ersten Semestern zutiefst. Die Arbeits- und Lernweise waren für mich etwas Neues. Von Freizeit konnte ich nur träumen. Ich brauchte Zeit, um meinen Rhythmus zu finden. Ich habe aber nicht aufgegeben und siehe da, im 5. Semester ging mir der Knopf auf.

Der Hauptgrund dafür, dass die Beziehung zur Physik nicht gescheitert ist, waren die Menschen in meiner Umgebung. In meinem 4. Semester bekam ich interessanterweise durch einen Strickkurs Einblick in die Fachschaft Physik. Eigentlich ist die Fachschaft die Studienvertretung, welche die Interessen der Studierenden vertritt und fördert. Ich lernte sie als eine Gruppe von sehr interessanten Menschen kennen. Nicht nur, dass alle meine Liebe zur Physik teilten, sie diskutierten auch gerne abseits von Lehrveranstaltungen darüber. Zum ersten Mal in meinem Leben gelangte ich in eine Gruppe, die so offen und reflektiert mit ihrer Umwelt umging. Es war eine Gruppe, die so heterogen war, dass die Meinungsverschiedenheit und die unterschiedlichen Ansätze Probleme zu lösen, meine Experimentierfreunde in der Physik bestärkten und meine Liebe zur TU Wien neu entflammten.

Ich entdeckte plötzlich einen neuen Aspekt an meinem Studium und an der Uni, die Interessenvertretung einer Personengruppe gegenüber anderen Personengruppen. Die Arbeit als Studienvertreterin und Vorsitzende der HTU Wien öffnete mir die Augen in mehreren Bereichen der zwischenmenschlichen Interaktion. 2007 bis 2011 waren jene Jahre, die ich der Technischen Universität und der Arbeit für die Studierenden schenkte. Das tat ich gerne. Aus dieser Zeit nehme nicht nur das, was wir im Studium auch „Soft Skills“ nennen, mit, sondern auch etliche Freundschaften. Die Fachschaft Physik und die HTU wurden zu meiner zweiten Familie und zu meinem zweiten Wohnzimmer.

Inzwischen bin ich in meinem Studium an dem Punkt angelangt, an dem ich meine Diplomarbeit schreibe. Mein Studienabschluss ist nach beachtlichen 16 Semestern in Sicht. Auch wenn ich mich darauf freue, so blicke ich dennoch mit Tränen in den Augen auf die schönste Zeit meines Lebens zurück. Mein Studium und Menschen in meiner Umgebung prägten mich sehr. Ich weiß mit Sicherheit, dass meine Liebe zur Physik und zur TU Wien auf ewig anhalten wird. Egal wo auf dieser Welt mein Leben weitergeht, so werde ich mit Freude immer wieder zurückkehren, um die Atmosphäre, die Stimmung und die Entwicklung wieder erleben zu können.

Ich möchte diesen Artikel mit einem oder eigentliche mehreren „Danke“ abschließen. Danke an alle Lehrenden für die Grundlagen die nötig sind um forschen zu können. Danke an die Fachschaft Physik und an die HTU Wien für die Förderung und Unterstützung. Danke an die TU Wien für die schönsten Erlebnisse, die man auf einer Uni haben kann. Danke an alle meine Kolleginnen und Kollegen im Studium und auf der gesamten TU Wien, die mein Weltbild erweiterten. Danke an meine Familie dafür, dass sie immer hinter mir stand. Ich liebe euch alle!

Freie Zeiteinteilung

Seit ein paar Monaten arbeite ich inzwischen an meiner Diplomarbeit, aber viel geht dabei nicht weiter. Ich habe kurz analysiert, was da eigentlich los ist. Ich kann mich eigentlich gar nicht beschweren. Ich habe freie Zeiteinteilung, keinen Druck, weil ein Projekt fertig werden muss, ich kann vor mich hinarbeiten. Wie ich aber feststellen musste, hat das auch Nachteile.

Bisher war es meine Gewohnheit für eine Prüfung zu lernen. Ich habe also abgeschätzt wie lange ich dafür brauchen würde und habe gelernt. Vor der Prüfung ist es meistens stressig geworden, weil ich mich immer verschätze, aber das war schon in Ordnung so. Ich bin zur Prüfung hingegangen, habe mir eine gute Note abgeholt und hatte ein Erfolgserlebnis.

Das Problem an einer Diplomarbeit wie meiner ist fehlende Zwischenerfolge. Bei freier Einteilung muss ich selbst in der Lage sein einen Fortschritt zu definieren, wenn ich das für meine Motivation brauche. Aber wie definiere ich den Fortschritt? Ich kann ihn oft nicht daran messen wie viel ich gearbeitet habe. Also habe ich angefangen ihn daran zu messen wie viele kleine Arbeitspakete ich erledigen konnte. Dabei definiere ich mir ein Arbeitspaket so, dass es in höchstens einer Woche abgearbeitet ist.

Alles in allem bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es kein Wunder ist, wenn Diplomarbeiten länger als sechs Monate brauchen. Ich habe 5 Monate gebraucht um meinen Rhythmus zu finden und die Tücken der neuen Arbeitsweise zu entdecken.

Diplomprüfung spätestens im Herbst sollte sich doch ausgehen. Ich werde dann berichten wie lange ich tatsächlich für meine Diplomarbeit gebraucht habe.