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Schopska Salata ist kein griechischer Salat

Wer mich kennt und mich öfter in der HTU-Küche kochen gesehen hat weiß, dass Schopska Salata mein Lieblingssalat ist. Leider kennen die Österreicherinnen und Österreicher diesen Salat nicht. In Österreich ist meistens nur der griechische Salat bekannt und verbreitet. Schopska Salata, der dem griechischen Salat sehr ähnlich ist, habe ich bisher nur auf Speisekarten von Restaurants mit bulgarischer Küche gesehen. Es ist also durchaus verständlich, dass bei meinen Versuchen zu erklären, was Schopska Salata eigentlich ist, zwangsweise folgende Verständnisfrage gestellt wird: „…also quasi griechischer Salat?“

Schopska Salata ist eine bulgarische Spezialität. Er wird meistens als Vorspeise oder kleine Speise zwischendurch mit einem guten Schnaps dazu gegessen. Das Rezept für diesen Salat ist in der Umgebung von Sofia entstanden ist. Das Adjektiv „schopska“ leitet sich von der Gruppe der Schopen ab. Die Schopen sind eine ethnische Gruppe in Bulgarien, welche in Sofia und Umgebung angesiedelt ist.

Von den Zutaten her erinnert Schopska Salata sehr an den griechischen Salat. Beide basieren auf Gurken, Paradeiser, evt. Zwiebel und Feta. Allerdings gibt es auch ein paar gravierende Unterschiede. Schauen wir uns die Zutaten genauer an. Im griechischen Salat sind Oliven ein Muss. In Schopska Salata findet man Oliven meistens nur als Verziehrung, dafür sind Paprika, egal ob frisch oder gegrillt, eine Standardzutat. In Bulgarien gibt es auch Versionen des Salats mit gegrillten Melanzani.

Welche Gewürze werden verwendet? Der griechische Salat wird meistens mit Salz, Olivenöl und Kräutern gewürzt. Im Schopska Salata gibt es zwei zusätzliche Gewürze, welche sicher nicht im griechischen Salat zu finden sind: Tschubriza und Scharena Sol. Tschubriza ist Sommer-Bohnenkraut und ist in sehr vielen bulgarischen Speisen zu finden. Scharena Sol heißt übersetzt „buntes Salz“ und ist eine Gewürzmischung, die ich in der Form auch nur aus Bulgarien kenne.

Der für mich wichtigste Unterschied ist allerdings die Anordnung der einzelnen Zutaten. Im griechischen Salat werden alle Zutaten vermischt. Dabei ist der Feta gewürfelt. Beim Schopska Salata wird das Gemüse meistens Schicht für SchSchopska Salataicht am Teller getürmt und der Feta wird darüber gerieben. Auch wenn das Gemüse nicht geschichtet wird, sondern wie beim griechischen Salat vermischt wird, wird der Feta darüber gerieben.

Die kleinen Unterschiede in den Zutaten, Gewürzen und der Anordnung der Zutaten zwischen griechischen Salat und Schopska Salata haben auch einen geschmacklichen Unterscheid zur Folge. Meine Antwort auf die Frage, ob Schopska Salata „quasi“ ein grichischer Salat ist, muss ich also mit „nein“ beantworten.

Ich persönlich habe meine eigene Version des Schopska Salata entwickelt. Ich türme das Gemüse schichtenweise auf: zuerst klein geschnittene Gurke, darüber klein geschnittene Paradeiser, dann Frühlingszwiebel,  dann Salz, Pfeffer, Scharena Sol und Olivenöl, darüber noch ein bisschen in der Pfanne angebratene Paprika und Melanzani und zum Schluss noch der geriebene Feta. Je nach Mengen, die man wählt kann man diesen Salat auch als Hauptspeise essen. Mhhh, Mahlzeit!

Akzeptanz von Entscheidungen

Erst vor kurzem habe ich mir wieder Gedanken gemacht und auch mit Menschen darüber gesprochen. Wie schafft man es eine größt mögliche Akzeptanz einer Entscheidung zu erreichen? Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach. Eines der Geheimnisse ist, dass sich alle, die mit der Entscheidung leben müssen, in den Entscheidungsfindungsprozess einbinden.

Jede Gruppe von Menschen in der man tätig ist, funktioniert meist ähnlich. Abhängig von der Größe der Gruppe ist sie in kleineren Gruppen, die sich auf Grund gemeinsamer Interessen zusammenfinden, unterteilt. Diese kleineren Gruppen können natürlich auch eine Schnittmenge an Menschen haben, das heißt ein Mensch kann sich auch zwei oder mehreren kleineren Gruppen zugehörig fühlen. Das Interessante an der Sache ist, dass Menschen unterschiedlich agieren, je nach dem zu welcher Gruppe sie sich gerade zugehörig fühlen oder welche Gruppe sie gerade vertreten. Das ist meist darauf zurückzuführen, dass der Informationsaustausch in den unterschiedlichen Gruppen unterschiedlich ist und dass die Gruppen manchmal auch unterschiedliche Ziele und Arbeitsweisen haben.

Das ist für den Entscheidungsfindungsprozess und für die Akzeptanz der Entscheidung wesentlich. Ich erreiche Akzeptanz, in dem mir bewusst ist, welche Gruppe welche Ziele und Interessen hat. Wenn sich Gruppen in Verhandlungen befinden oder diskutieren, dann ist Konsens oft nur möglich, wenn man einander so weit kennt, um auch auf einander Rücksicht zu nehmen. Gleichzeitig muss man selbst als Gruppe flexibel genug sein um einen Konsens ermöglichen zu können. Im Idealfall erarbeitet man etwas, womit alle zufrieden sind oder das zumindest ein Kompromiss ist.

Oft scheitert es daran, dass man als Gruppe nicht flexibel genug ist. Das ist auch durchaus verständlich, weil eine Gruppe sich durch Arbeitsweisen, Ziele und Traditionen definiert, die nicht so einfach umzuwerfen sind. Schließlich hat man sich als Gruppe zusammengefunden, um gemeinsam aufzutreten und nicht alle zwei Tage sich selbst neu zu definieren. Das rechtfertigt aber auf keinen Fall, dass manche Gruppen von Haus aus nicht einmal mit einander reden wollen, weil sie unterschiedlich sind.

An diesem Punkt frage ich mich, wie wichtig das Individuum ist. Es hat nämlich durchaus auch Vorteile, wenn man eine Gesellschaft nicht unbedingt nur in Gruppen unterteilt. Oft ist es förderlich die einzelnen Menschen zu sehen und mit ihnen zu diskutieren. Das befreit nicht nur von Vorurteilen, die mit der Gruppenzugehörigkeit verbunden sind, sondern trägt dazu bei, dass Entscheidungen von jedem einzelnen getragen werden. Das ist zwar sehr aufwendig, aber in meinen Augen auch nachhaltig.

So viel zu meinen spätabendlichen Gedanken, was die Akzeptanz von Entscheidungen angeht.

Weblogumzug

Bisher benutzte ich twoday. Der Betrieb dieses Weblogs wird mit Beginn des Wintersemesters 2011/12, auch auf Grund der Einsparungsmaßnahmen, eingestellt. Aus diesem Grund muss ich „umziehen“. Ich werde in den nächsten Tagen diesen meinen neuen  Weblog mit Inhalten füllen.

Fertig gestrickt

ILeoch habe es endlich geschafft Leo Löwe fertig zu stricken. Dazu gibt es auch eine kurze Geschichte. Ich habe ihn eigentlich schon vor zwei Jahren begonnen. Dann kam aber der Vorsitz dazwischen und ich bin lange Zeit nicht dazugekommen weiterzustricken. Jetzt habe ich es endlich geschafft.

Patriarchat

Ich habe vor kurzem wieder über diesen Begriff nachdenken müssen. Normalerweise bekommt man durch eine Position gewisse Macht und Einfluss. Ich habe allerdings vor nicht all zu langer Zeit einen derartig großen Einfluss erlebt, der an keiner Position oder einem Amt gebunden war – unglaublich!

Ich finde es eindrucksvoll, was dieser Mann, über den ich hier schreibe, eigentlich aufgebaut hatte. Er hatte eindeutig eine Machtposition und in meinen Augen herrschte er auch in seinem Bereich. Die Gründe, warum ihm das möglich war – ein solides soziales Netzwerk, viel Illusion und ein selbstsicheres Auftreten. Die Menschen über die er herrschte blickten eher nicht voller Respekt zu ihm auf, sondern hatten Angst. Das ist zwar überspitzt formuliert, aber nicht so weit von der Wahrheit entfernt.

Das bringt mich zu der Frage über die ich oft nachdenke. Gibt es tatsächlich schon eine Gleichberechtigung? Oder herrschen noch immer Menschen über andere Menschen. So lange aber jemand über andere herrscht, kann es keine Gleichberechtigung geben, oder etwa doch? Sind wir an einem Punkt angelangt, wo wir uns überlegen sollten wie eine Gesellschaft, in der angeblich Gleichberechtigung herrscht, Machpositionen fordern kann. Sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir demokratische Strukturen in Frage stellen?

Wenn ich Zeit habe, werde ich weiterhin darüber nachdenken. Meine persönliche Meinung ist, dass demokratische Strukturen absolut notwendig für das Wohlbefinden einer Gesellschaft sind. Vielleicht dauern Entscheidungen dadurch länger, aber sie sind, meiner Meinung nach, durchdachter. Das größte Problem an Alleinherrschern ist der fehlende Kontrollmechanismus. Der Missbrauch der Position und die eigene Bereicherung werden einem sehr leicht gemacht.

Mein Urlaub

Der Sommer war wirklich anstrengend. Nachdem auf der HTU im Sommer tendentiell weniger zu tun ist, habe ich mich entschieden eine Prüfung zu machen: Festkörperphysik I. Ich habe sie übrigens mit einem zweier geschafft. Jedenfalls bin ich gleich danach auf Urlaub gefahren. Zwei Wochen in Varna (Bulgarien) am schwarzen Meer. Nachdem inzwischen das Wetter in Wien schon wieder schlechter wird, habe ich wieder daran gedacht und dieses Bild hochgeladen. Der Urlaub war toll.

Politikerinfoto muss auch mal sein

Bei der Woche der freien Bildung habe ich es geschafft den Sohn eines mithelfenden Kollegen zu entführen. Es war zwar nur für fünf Minuten und wir haben nur eine Runde durch den Resselpark gemacht, aber es hat sowohl ihm als auch mir sehr viel Spaß gemacht. Dabei ist dieses Foto entstanden. Als ich das das erste Mal gesehen habe schoss mir als erstes „Politikerin“ durch den Kopf. Zumindest habe ich viele PolitierInnen mit Baby auf dem Arm in Erinnerung. Aber egal welche Klischees das Foto vielleicht unterstreicht, ich finde es einfach nur herzig und es gefällt mir sehr sehr gut!