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Wie wechsele ich mein Doktoratsstudium?

Nicht nur zu Beginn des Bachelorstudiums oder des Masterstudiums kann man zum Schluss kommen, dass das begonnene Studium nicht ideal für einen selbst ist. Auch im Doktoratsstudium kann das vorkommen. Im Jänner dieses Jahres habe ich das Fach meines Doktoratsstudiums gewechselt – von Maschinenbau auf Elektrotechnik. Inzwischen arbeite ich seit fast zwei Monaten am Institut für Mikroelektronik an einem für mich völlig neuen Forschungsprojekt.

Die Gründe für meinen Wechsel sind vielseitig. Die Abklärung der Erwartungshaltungen vor oder zu Beginn des Doktoratsstudiums ist in meinen Augen schwierig. Der Studienplan lässt viel offen. Somit hängt viel von dem Forschungsprojekt, an dem man arbeitet, und der Forschungsgruppe, in die man integriert wird, ab. Beispielsweise laufen Forschungsprojekte, die sehr industrienahe sind, vollkommen anders ab als Forschungsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung. Nachdem ich vorher noch nie in der Forschung tätig war, war es für mich schwer meine eigenen Stärken abzuschätzen und das dazu passende Projekt zu finden.

Ich bin sehr froh, dass ich innerhalb von einem Jahr gewusst habe, dass das Forschungsprojekt nicht zu mir passt und ich den Entschluss zum Wechsel gefasst habe. Auch wenn ich das Jahr auf der Fakultät für Maschinenbau nicht für meine jetzige Dissertation verwenden kann, so habe ich viel dabei gelernt. Aus diesem Grund ist der Wechsel keinesfalls ein Verlust. Ich kann allen, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen raten, diese zu treffen. Das Doktoratsstudium dauert mindestens drei Jahre und ist stressig genug. Man sollte also mit der eigenen Forschung zufrieden sein.

Zum Abschluss möchte noch auf ein paar Punkte, die man bei einem Wechsel des Doktoratsstudiums oder des Fachs innerhalb der TU Wien beachten sollte, hinweisen. Dabei muss zwischen unterschiedlichen Situationen unterschieden werden:

1.) Es wird nur das Forschungsprojekt gewechselt. Studium, Fach und Betreuung bleiben gleich.

In diesem Fall sollte man den Wechsel auf alle Fälle vorher mit den betreuenden Personen abgeklärt werden. Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens im Dekanatszentrum bereits abgegeben ist und sich beim Wechsel der Arbeitstitel der Dissertation geändert wird, sollte eine neue Meldung abgegeben werden.

2.) Es wird die Betreuung gewechselt. Studium und Fach bleiben gleich.

Für diese Situation setze ich voraus, dass man bereits eine neue Betreuerin oder einen neuen Betreuer gefunden hat. In diesem Fall sollte der Wechsel auf alle Fälle mit allen Betreuerinnen und Betreuer (also die aktuellen und die zukünftigen) abgeklärt sein. Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens, die Dissertationsvereinbarung und das Ansuchen um Genehmigung der wissenschaftlichen Vertiefung im Dekanatszentrum bereits abgegeben wurden, sollte auf alle Fälle mit der neuen Betreuung alles neu vereinbart, unterschrieben und im Dekanatszentrum abgegeben werden. Bei dieser Gelegenheit, sollte man im Dekanatszentrum Bescheid geben, dass man die Betreuerin oder den Betreuer gewechselt hat.

3.) Es wird die Betreuung und das Studium oder das Fach gewechselt.

Auch hier gehe ich davon aus, dass man bereits eine neue Betreuerin oder einen neuen Betreuer gefunden hat. In diesem Fall sollte man den Wechsel auch mit allen Betreuerinnen und Betreuer abklären. Man muss aber auch abklären, ob man für das neue Studium oder Fach zugelassen ist. Möglicherweise muss nochmals ein Antrag auf Zulassung in der Studien- und Prüfungsabteilung gestellt werden. Dies ist insbesondere für Absolventinnen und Absolventen von Masterstudien (oder Äquivalentes) von anderen Universitäten als der TU Wien und Fachhochschulen interessant. Bitte sich hier rechtzeitig bei der Studien- und Prüfungsabteilung zu informieren.

Wenn die Meldung des Dissertationsvorhabens, die Dissertationsvereinbarung und das Ansuchen um Genehmigung der wissenschaftlichen Vertiefung im Dekanatszentrum bereits abgegeben wurden, sollte auf alle Fälle mit der neuen Betreuung alles neu vereinbart, unterschrieben und im dafür verantwortlichen Dekanatszentrum abgegeben werden. Bei dieser Gelegenheit, sollte man im Dekanatszentrum, in dem man die vorige Dissertationsvereinbarung abgegeben hat, Bescheid geben, dass man die Betreuerin oder den Betreuer und das Studium oder das Fach gewechselt hat.

Ich habe jetzt sicher nicht alle Möglichkeiten berücksichtigt. Ich kann allen, die vorhaben zu wechseln, raten sich auch mit der Fachschaft Doktorat in Verbindung zu setzen: fsdr@fsdr.at

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Studienvertretung Doktorat an der TU Wien

Die HochschülerInnenschaftswahl (ÖH-Wahl) an der TU Wien ist nun schon längere Zeit vorbei. Die Wahlbeteiligung bei den Doktoratsstudierenden war leider wieder ernüchternd. Laut Verlautbarung der Wahlkommission haben von 1913 Wahlberechtigten 358 ihre Stimme abgegeben. Das enspricht einer Wahlbeteiligung von 18,71 %.

Bei einem der letzten Jour Fixe Doktorat (Fachschaftstreffen der Fachschaft Doktorat) haben wir uns Gedanken über die möglichen Gründe gemacht. Einer der Gründe war sicherlich die Doppelgleisigkeit, welche durch die zwei Studierendenausweise gegeben war. Während der ÖH-Wahl darf laut HochschülerInnenschaftsgesetz 1998 und die dazugehörige Wahlordnung nur mit einem gültigen Studierendenausweis gewählt werden. Es gab einerseits noch die Papierausweise und andererseits die Kartenausweise. Viele Doktoratsstudierende haben das Semesterpickerl nicht mehr zugeschickt bekommen, weil diese teilweise nicht mehr zugeschickt werden. Gleichzeitig hatten sie aber auch noch keinen Kartenausweis. Obwohl sie also vielleicht wahlberechtigt gewesen wären, durften sie dann nicht wählen.
Das ist ein Fehler, der hoffentlich bei der nächsten Wahl nicht mehr auftreten wird.

Ein zweiter Grund für eine niedrige Wahlbeteiligung könnte auch eine zu späte oder ungenügende Information gewesen sein. Für die Zukunft kann man also unseren Nachfolgerinnen und Nachfolgern nur raten, dass früher mit dem Wahlkampf begonnen wird.

Erfreulich ist es, dass es immerhin nur 22 ungültige Stimmen gab. Das enspricht 6,15 % der abgegebenen Stimmen. Außerdem ist es erfreulich, dass die gültigen Stimmen relativ gleichverteilt über die fünf Kandidierenden verteilt sind und alle 5 gewählt wurden. Alexander GRILL wurde mit 266 Stimmen, Walid HETABA wurde mit 257, Wolfgang MÜLLER wurde mit 254, Bianka ULLMANN wurde mit 286 Stimmen und Patrik ZIPS wurde mit 260 Stimmen gewählt.

Am 18. Juni 2013 wird die konstituierende Sitzung der Studienvertretung Doktorat im Rahmen oder nach dem Jour Fixe Doktorat stattfinden. Bei der konstituierenden Sitzung werden die im HochschülerInnenschaftsgesetz vorgeschriebenen Rollen, wie Vorsitz, erster stv. Vorsitz und zweiter stv. Vorsitz gewählt.

So werden Studienvertreterin, Studienvertreter und alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachschaft Doktorat ab dem 1. Juli 2013 motiviert in eine neue ÖH-Periode starten und sich für die Interessen der Doktoratsstudierenden an der TU Wien einsetzen.