Das Hephy stellt sich vor

Im Rahmen der Veranstaltung „Runder Tisch“ der Fachschaft Physik war am Mittwoch 3.6.2009 das Institut für Hochenergiephysik eingeladen um sich vorzustellen. Robert Schöfbeck und Manfred Krammer gaben einigen Studierenden einen kleinen Einblick in die Themen, mit denen sich das HEPHY beschäftigt.
Seit 1966 profitiert die österreichische Forschungslandschaft vom Beitritt Österreich zum CERN und das Institut für Hochenergiephysik trägt nicht wenig dazu bei. Aber das Institut hat nicht nur mit CERN zu tun. Eines der Experiemente, an dem das HEPHY beteiligt ist, ist das BELLE-Experiment am japanischen Teilchenforschungszentrum KEK. Dort wird die Verletzung der CP-Symmetrie in Zerfällen von schweren B-Mesonen untersucht.
In meinen Augen beschäftigt sich das HEPHY mit Themen und Experimenten, die in einer Zukunft zu wissenschaftlichen Druchbrüchen führen können und zu wichtigen Erkenntnisse führen werden. Eine der interessantesten Fragen ist die, nach der Ensthungsgeschichte des Universums. Was ist in den ersten Momenten nach einem Urknall passiert? Ein anderes Thema wird den meisten meiner Kolleginnen und Kollegen bekannt vorkommen. Jeder junge Physiker und jede junge Physikerin hat schon mal während des Studiums vom Higgs-Boson gehört. Vereinfacht beschrieben ist es ein Austauschteilchen, das im Standardmodell der Elementarteilchenphysik vorhergesagt wird. Das HEPHY sucht nach Hinweisen auf dieses Boson.
Sehr interessant fand ich auch, dass sie den Hinweisen auf dunkle Materie auf den Grund gehen. Dunkle Materie ist ein Begriff aus der physikalischen Kosmologie und ist eine hypothetische Form von Materie. Es gibt gravitative Wechselwirkung mit sichtbarer Materie, die darauf hinweisen, dass diese Art von Materie existiert. Grob erklärt untersucht man dabei am CERN was nach dem Zusammenstoß zweier Protonen passiert.
Die Fachbereiche und Expertisen des Institutes erstrecken sich sehr weit. Einerseits beschäftigt sich das HEPHY mit Elektronik, Halbleiterelektronikdesign und Entwicklung von Siliziumdedektoren, andererseits wird auch an hochpräzise Dedektoren für BELLE II und Sofwareentwicklung gearbeitet. Auch Computing ist ein Fachbereich des HEPHY. Ein Teil der am LHC jährlich erzeugten Datenmengen (um 15PByte) wird am HEPHY gespeichert.
Im Bereich der Lehre gibt es viele Angebote für Studentinnen und Studenten. Es werden Vorlesungen, Diplomarbeiten, Projektarbeiten und Dissertationen angeboten.
Nach dem 1-stündigen Vortrag im FH HS 8 setzten sich noch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HEPHY mit den Studierenden im Wieden Bräu zusammen. Dort hatten wir die Gelegenheit noch über einiges zu plaudern. Ich hatte einen sehr positiven Eindruck. Sie legen offensichtlich alle sehr viel Wert auf die Lehre und betreuen ihre DissertantInnen und DiplomantInnen sehr gut. Nähere Informationen dazu gibt es auf http://www.hephy.at

Insgesamt hat mir der Abend sehr gut gefallen und ich danke Eddie für die Organisation und dem Institut für Hochenergiephysik für die Teilnahme.

www.hephy.at

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